3. SMART-Werte mit CrystalDiskInfo
Um den S.M.A.R.T.-Status unter Windows auszulesen, gibt es kein offizielles GUI-Tool von Microsoft, aber Sie können in der Eingabeaufforderung z.B. wmic diskdrive get status ausführen. Oft zuverlässiger sind Freeware-Tools wie CrystalDiskInfo, die detaillierte SMART-Werte anzeigen (siehe Tools-Sektion). CrystalDiskInfo bietet nicht nur eine einfache Übersicht über den Zustand der Festplatte, sondern zeigt auch spezifische S.M.A.R.T.-Werte wie Temperatur, Betriebsstunden, Anzahl der Start-Stop-Zyklen und Fehlerprotokolle an. Besonders wichtig sind Werte wie Reallocated Sectors Count und Current Pending Sector – Warnungen an diesen Stellen deuten auf physische Probleme hin, wie etwa defekte Sektoren, die eine Festplatte unzuverlässig machen können. Das Programm ermöglicht es, den Gesundheitszustand der Festplatte auch im Zeitverlauf zu überwachen, sodass Sie frühzeitig auf mögliche Probleme reagieren können. Sollte CrystalDiskInfo „Vorsicht“ oder „Schlecht“ melden, ist es ratsam, sofort ein vollständiges Backup der Daten zu erstellen und die Festplatte zeitnah zu ersetzen, um Datenverlust zu vermeiden.
Allerdings hat CrystalDiskInfo auch einige Einschränkungen: Es handelt sich um ein reines Analyse-Tool, das keine Reparaturfunktionen bietet. Die Interpretation der angezeigten Werte kann für Laien technisch anspruchsvoll sein, da nicht alle Fehler eindeutig oder kritisch sind. Zudem werden nicht alle SSD- oder USB-Laufwerke vollständig unterstützt, wodurch SMART-Daten teilweise fehlen oder falsch dargestellt werden können. Eine automatische Benachrichtigungsfunktion bei Statusänderungen fehlt ebenfalls, sodass das Tool regelmäßig manuell überprüft werden muss. Trotz der Übersichtlichkeit ersetzt es keine regelmäßigen Backups und bietet keine vorbeugenden Schutzmechanismen gegen plötzliche Hardwareausfälle.